Projektstand Schulhaussanierung vom 20.04.2026
Aktueller Stand zur Sanierung des Primarschulhauses Trüllikon vom 20.04.2026
„Informationen aus der Baukommission“
Geschätzte Trüllikerinnen und Trülliker,
Seit der Urnenabstimmung im November 2024 hat sich rund um das Projekt der Schulhaussanierung viel getan. Die Baukommission, die Schulpflege und die beauftragten Architekten sowie Fachplaner haben in den vergangenen Monaten intensiv an der Detaillierung und Ausarbeitung des Projektes gearbeitet. Wir möchten
gerne über die wichtigsten Meilensteine und den aktuellen Projektstand (April 2026) informieren.
Wesentliche Entscheidungen und Fortschritte im Projektverlauf
Eine der wichtigsten Entscheidungen im Projektverlauf war die Zusammenlegung der Bauetappen, wodurch die Sanierung von ursprünglich vier geplanten Etappen (gemäss Beleuchtendem Bericht der Urnenabstimmung vom November 2024) auf nunmehr zwei Hauptetappen reduziert wurde. Dieser Entscheid und die Möglichkeit, erst 2027 zu starten und das Projektende (Ende 2028) dennoch einzuhalten, begründen sich aus den folgenden Punkten:
- Priorisierung des Schulbetriebs und der Klassenzimmer: In den ersten Baukommission Sitzungen wurde das Etappierungskonzept überarbeitet. Es wurde beschlossen, dass verschiedene Etappen zusammen ausgeführt werden, wobei die Priorität ganz klar auf der raschen Fertigstellung der Klassenzimmer und damit zugunsten des Schulbetriebs liegt. Die aktuellen Pläne zeigen entsprechend eine verdichtete Aufteilung in nur noch „Etappe 1“ und „Etappe 2“.
- Verzicht auf teure Container-Provisorien: Ein Kernziel der Sanierungsstrategie war bereits im Vorprojekt, den Unterrichtsbetrieb während der Bauzeit im Gebäude sicherzustellen und auf temporären Schulraumersatz wie Container komplett zu verzichten.
- Nutzung von Ausweichmöglichkeiten: Die Schulleitung und die Baukommission haben festgestellt, dass für einzelne besonders intensive Bauwochen seitens des Schulbetriebs Ausweichmöglichkeiten gefunden werden können, beispielsweise durch die Planung von Projektwochen oder die Nutzung anderer Räumlichkeiten. Dies erlaubt eine deutlich kompaktere Bauweise. Durch nur noch zwei Etappen wird der Schulbetrieb deutlich weniger tangiert.
- Kompensation des späten Baustarts: Da die Bauzeit durch die Reduktion auf zwei Etappen massiv verdichtet wurde, ist ein späterer Start im Jahr 2027 problemlos möglich, ohne das geplante Bauende Ende 2028 zu gefährden. Die Arbeiten, die den Betrieb am stärksten tangieren, können so weiterhin fokussiert in den unterrichtsfreien Zeiten (zwischen Sommer- und Herbstferien) durchgeführt werden.
Optimierung der Planungs- und Ausschreibungsprozesse
Die längere Vorlaufzeit, die durch den späteren Baustart entsteht, wirkt sich massgeblich auf die Sorgfalt bei der Baueingabe und die korrekte Abwicklung der öffentlichen Ausschreibungen aus:
- Einfluss auf die Baueingabe (Projektoptimierung vor Einreichung): Durch den gewonnenen zeitlichen Puffer konnten noch wichtige planerische Mängel behoben werden, ohne das Projekt zu verzögern. So wurde in der Planungsphase festgestellt, dass der Verwaltungstrakt aktuell nicht hindernisfrei zugänglich ist. Dank der längeren Vorlaufzeit konnte noch rechtzeitig eine separate Aussenerschliessung für diesen Bereich neu in die Pläne aufgenommen werden.
- Einfluss auf das Einholen der Angebote (Submissionsverfahren): Der grösste Nutzen der Vorlaufzeit zeigt sich beim Baumanagement und dem Einholen der Handwerkerangebote. Die verschiedenen Ausschreibungsverfahren für grössere Aufträge, die aufgrund gesetzlicher Vorgaben zeitintensiver sind, können nun in Ruhe und mit ausreichendem Vorlauf durchgeführt werden.
Projektstand (April 2026)
- Abschluss der Projektplanung und Baueingabe: Mitte Februar 2026 wurden die detaillierten Projektpläne von der Baukommission offiziell abgenommen und „eingefroren“. Nach den letzten Anpassungen für eine separate Aussenerschliessung des Verwaltungstrakts sind die Baueingabeunterlagen nun komplett und bereit für die Einreichung im ordentlichen Verfahren.
- Wichtige bauliche und räumliche Entscheide: Im Rahmen der Detailplanung wurden in den letzten Monaten bedeutende Beschlüsse gefasst, um das Gebäude optimal für die Zukunft und den Schulbetrieb zu rüsten:
* Hindernisfreie Erschliessung: Um das gesamte Gebäude rollstuhlgängig zu machen, wurde der Einbau eines innenliegenden Lifts beschlossen. Dieser Entscheid erlaubt es auch Räume, die heute auf jedem Stockwerk für den Hausdienst zur Verfügung stehen mussten im UG zu konsolidieren und so den Platz für den Schulbetrieb freizumachen.
* Erdbebensicherheit: Eine erfreuliche Nachricht ergab die statische Erdbebenüberprüfung: Die Tragfähigkeit des bestehenden Schulhauses ist ausreichend. Es müssen keine neuen, teuren Erdbebenwände eingezogen werden.
* Raumoptimierungen: Verschiedene Raumzuteilungen wurden optimiert, um den Bedürfnissen des Schulbetriebes, für die Schulkinder und Lehrpersonen besser gerecht zu werden. - Submissionen und Arbeitsvergaben: Die Ausschreibungen für die Arbeitsgattungen laufen auf Hochtouren. Erste Vergaben von Aufträgen haben bereits stattgefunden und weitere folgen kontinuierlich.
- Materialisierung und Innenausbau: Aktuell befasst sich die Baukommission intensiv mit dem Farb und Materialkonzept für den Innenausbau, wobei eine langlebige und nachhaltige Materialisierung und eine auf die zukünftigen Anforderungen durchdachter Innenausbau und Technik im Fokus stehen.
Ausblick und weitere Schritte
Die detaillierte Ausführungs- und Etappierungsplanung wird nun konsequent weitergeführt, damit die Sanierungsarbeiten wie geplant und ohne grosse Beeinträchtigung des Schulbetriebs realisiert werden können. Wir danken für das in die Baukommission und Schulpflege geschenkte Vertrauen. Wir werden bald über die nächsten Schritte, dann mit ersten Eindrücken der visualisierten Innenräume, informieren.
Im Namen der Baukommission / Primarschulpflege Trüllikon
